15. Spieltag Männer und Frauen

UO – Da unser Boßelobmann an diesem Wochenende verhindert war, nachstehend die Berichte aus dem Harlinger für die überregionalen Mannschaften:

Landesliga Männer I: (HWI)
Der erst 13-jährige Marian Jahnke gibt sein Landesliga-Debüt für Westeraccum.
Das Saisonfinale der Boßler in der Landesliga Männer I bleibt spannend. Das Spitzenduo aus Westeraccum und Reepsholt hielt sich zu Hause schadlos und darf weiterhin vom Titel träumen. Burhafe setzte seinen Lauf auch in Leerhafe fort und sicherte sich dort den Klassenerhalt. Ardorf profitiert von der Rahester Heimpleite und darf weiterhin auf eine Last-Minute- Rettung hoffen.
Westeraccum – Schirumer Leegmoor 10:0 (1,121/1,015 /5,054/ 1,142): „Dat Telt moet van’t Johr weer in Accum stahn“, mit diesen Worten appellierte der Seniorenwerfer Ihne Djuren bei einem gemeinsamen Frühstück an die Männer-I-Mannschaft, die Spannung hoch zu halten und keinen Gegner zu unterschätzen. Die Worte des Trägers der diamantenen Ehrennadel des Friesischen Klootschießerverbandes scheinen Früchte getragen zu haben. Gegen Leegmoor präsentierte sich die Krey-Truppe erneut hochkonzentriert und setzte sich in allen Mannschaftsteilen am Ende verdient durch. Die Geschichte des Wettkampfes schrieb aber der erst 13-jährige Marian Jahnke. Der Nachwuchswerfer feierte ein starkes Debüt in der Männer I und kam anstelle seines Vaters Ralf, der auf seine eigene Einwechslung verzichtete, zu seinem ersten Landesliga- Einsatz.

Landesliga Männer II: (HWI)
Der Kampf um den Titel in der Boßel-Landesliga der Männer II hat am Sonntag noch einmal deutlich an Dramatik dazu gewonnen. Während das Schlusslicht Westersander völlig überraschend gegen Reepsholt den ersten Saisonsieg landete, zog Pfalzdorf durch einen souveränen Auftritt in Ardorf nach Punkten mit dem Tabellenführer gleich.
Westeraccum – Upgant/ Schott 3:2 (-2,002/3,002): Die Schottjer kämpften verbissen, um die am Vorsonntag gegen Ardorf eingebüßten Punkte in Westeraccum zurückzuerobern. Vor allem mit der Holzkugel gelang es den Aurichern, den Wettkampf offen zu gestalten und sich immer wieder Vorteile zu erarbeiten. Dank einer couragierten Leistung der Gummifraktion blieben die Punkte am Ende aber doch bei den Gastgebern, die sich nun noch berechtigte Chancen auf Platz drei ausrechnen dürfen.

Landesliga Männer III: (HWI)
14 Jahre war Leerhafe Dauergast in der Boßel-Landesliga der Männer III und schrieb in dieser langen Zeit etliche Erfolgsgeschichten. Sechs Landesmeistertitel in Folge und fünf FKVMeisterschaften sprechen für sich. Sollte nicht ein Wunder eintreten, ist diese erfolgreiche Ära nun so gut wie beendet.
Burhafe – Westeraccum 3:0 (1,077/1,077):„Flott weg“ ist seinem Ziel Klassenerhalt ein großes Stück näher gekommen. Besonders erfreulich aus Sicht der Wittmunder ist die Tatsache, dass auch die Gummigruppe endlich einmal ihren Anteil zu den wichtigen Punkten beitrug. Kurioserweise kamen beide Gruppen auf den Meter genau mit dem exakt gleichen Ergebnis ins Ziel. Für die Accumer bedeutet die Niederlage einen Rückschlag im Kampf um Platz zwei. Mit Spannung erwartet das Harseborg- Team die Entscheidung des Schiedsgerichts. Dieses verhandelt am Donnerstag in Müggenkrug über den Protest der Esenser, der gegen die Spielabsage in Rahe eingelegt wurde (wir berichteten).

Regionalliga (St. IV) Männer I: (HWI)
Auch die Regionalligen der ostfriesischen Boßler befinden sich mittendrin im Saisonendspurt. Noch haben die Vereine drei Spieltage Zeit, ihre gesteckten Saisonziele zu erreichen. In der Staffel IV gelang Horsten das Kunststück, seine Tabellenführung kampflos auszubauen. Während der Gegner aus Südarle nicht antrat, büßten die Verfolger aus Westeraccum und Esens- Moordorf überraschend Punkte ein.
Wiesedermeer – Westeraccum II 1:2 -u- (-0,014/-2,081/1,008/0,132): Der Tabellenführer Horsten hatte unfreiwillig spielfrei und wurde trotzdem zum großen Gewinner des Spieltages. Die Verfolger aus Esens-Moorweg und Westeraccum patzten und ließen bei ihren Auswärtsauftritten wichtige Punkte liegen. Die Accumer bescherten dabei ihrem Gastgeber aus Wiesedermeer ein seltenes Glücksgefühl. „Frisch weg“ durfte sich nach langer Zeit mal wieder über einen Punktgewinn freuen, der wie ein Sieg gefeiert wurde. Dass die Plaggenburger enorm heimstark sind, bekamen auch die Werfer aus Esens-Moorweg zu spüren. In allen Gruppen zogen die Gäste den Kürzeren und haben nun vier Punkte Rückstand auf den Ligaprimus aus Horsten. Abickhafe-Dose nutzte die Gunst der Stunde und setzte sich in Theener beim Schlusslicht klar durch. Damit stellten die Friedeburger den gewünschten Anschluss zum Mittelfeld her.

Bezirksklasse Frauen I: (EWF)
Utarp/Schweindorf – Westeraccum 0:6 (-1,041/ -5,048/-6,089): Diese Heimniederlage könnte die Entscheidung im Abstiegskampf gebracht haben. Mit nunmehr drei Zählern Rückstand und dem schlechteren Wurfverhältnis braucht Utarp schon ein kleines Boßelwunder, um weiterhin am überegionalen Spielbetrieb teilnehmen zu dürfen.

Quellen: Anzeiger für Harlingerland vom 19., 20. und 21.02.2018
Anzeiger für Harlingerland Logo

Veröffentlicht unter Presse

Nur ein Schritt

HB – In der Klasse Männer III Kreisliga konnte Eversmeer aufgrund zahlreicher krankheitsbedingter Ausfälle keine Mannschaft an den Start bringen. Teamchef Fidi Reineke stimmte sofort einer Verlegung zu, musste dafür aber nachmittags zusammen mit Wolfgang Barfknecht in der Regionalliga IV Hand anlegen.

Auch die Mannen um Tönjes Brühling haben ihren Wettkampf verlegt, geworfen wird jetzt am Donnerstag.

Pogo und seine Jungs hatten im Spitzenkampf dieser Klasse Ostbense zu Gast. Leider verletzte sich Rainer Harms bereits beim Einwerfen, sodass Pogo gezwungen war, taktische Umstellungen vorzunehmen. Eine gewisse Nervosität hatte sich eingeschlichen und man startete grottenschlecht. Schööt für Ostbense. Obwohl man langsam in die Gänge kam, war Ostbense immer den berühmten Tick besser und konterte jeden Angriff in eleganter Manier. Zur Wende musste man eine 2:0 Führung von Ostbense akzeptieren, doch man wollte auf der Rücktour noch mal angreifen. Meter für Meter konnte man den Gästen abknöpfen und den Rückstand auf 93 Meter reduzieren. Diesen Punktgewinn kann man als Erfolg einstufen, da man jetzt mit nur einem Punkt Rückstand auf Ochtersum und Ostbense weiterhin in Schlagdistanz bleibt.

Unsere Männer II Landesliga musste wie in den Vorjahren in Utgast wieder den kürzeren ziehen. Da man auf den sich in Kur befindenden Thorsten Caspers verzichten musste, konnte man nicht auf seine Stammformation zurückgreifen und musste innerhalb der Gruppen Veränderungen vornehmen. Leider konnte unsere Gummigruppe nicht ihr wahres Leistungsvermögen abrufen und unterlag im Utgaster Labyrinth deutlich mit 6.048 Meter. Die Holzgruppe um den wieder genesenen Manfred Sassen zeigte eine couragierte Leistung und gewann verdient mit 2.117 Meter. Dennoch fiel die 3.081 Meter Niederlage zu hoch aus, aber mit nunmehr 16 Pluspunkten darf man wieder für die neue Saison planen. Ein Heimsieg am nächsten Sonntag – dann wäre man auch rechnerisch durch und hätte auch die 13. Saison in der Liga bravourös gemeistert.

Nach dem ganzen Hick-Hack bezgl. der Spielverlegung mit Rahe war gestern wieder Friesensport angesagt. Man hatte die immer sportlich fairen Gäste aus Hagerwilde zu Gast, die nach nur einem Jahr die Liga leider wieder verlassen müssen. In der Hinrunde hatte man äußerst unglücklich in Hagerwilde verloren, da man taktisch gesehen einen sehr dürftigen Auftritt zeigte. Doch gestern lief es wie geschmiert. Endlich konnten die Anwerfer Fritz Janssen und Helmut Bents die Kugeln an den Wahlweg vorbeizaubern, so das Hartmut Burmeister und Friedhelm Königshoff das Vereinsheim anvisieren konnten. In der Holzgruppe nahm erst einmal Hinrich Goldenstein auf der Ersatzbank Platz, in der Gummigruppe war es Hinrich Thedinga. Jacky Haseborg war ortsabwesend und hoffte jägertechnisch in Thüringen auf den großen Wurf. Bereits zur Wende führten beide Gruppen deutlich und Hagerwilde hatte insgeheim auch schon kapituliert. Sportlich fair räumten Burmeister und Coordes ihre Plätze, so dass alle Werfer zum Einsatz kamen. Die Holzgruppe brachte 8.017 Meter ins Ziel, sogar die Gummigruppe konnte mit 6.145 Meter überzeugen. Rundenweiten in beiden Gruppen von 10.1 haben Seltenheitswert. Mit nunmehr 15:11 Punkten hat man noch alle Chancen auf den dritten Vizemeistertitel in Folge, vorausgesetzt, dass das heute einberufene Schiedsgericht den Termin gegen Rahe neu festsetzt oder uns die Punkte am grünen Tisch zuspricht. Ansonsten kann man von der siebten Ligasaison von einer durchwachsenen Saison sprechen. Lediglich der Heimsieg gegen den Meister aus Dietrichsfeld kann als Highlight eingestuft werden.

In der Regionalliga lV hatte Westeraccum II im Derby Theener II zu Gast. Die Gäste sind in dieser Saison weit unter ihren Möglichkeiten geblieben und werfen eine enttäuschende Saison. Deshalb warnte Alex Behrends seine Kollegen eindringlich, die Gäste nicht zu unterschätzen. Einige Stammwerfer fehlten, dennoch konnte Alex wieder ein schlagkräftiges Team an den Start bringen, unterstützt von Fiedi dem Fuchs und Baffy Barfknecht. Die erste Holzgruppe hatte einen Sahnetag erwischt und schoss den Gegner in Grund und Boden. Mit 11.0 Runden stellte man einen neuen Streckenrekord auf und drückte den völlig überforderten Gästen 11.018 Meter aufs Auge. Auch die zweite Holzgruppe war auf der Hintour in sehr guter Verfassung und brachte die Gäste zur Verzweiflung. Als Steini mit einem Wurf fast das ganze Runde Ende abwarf, war die Moral der Gäste endgültig gebrochen. Heiko Adden und Mitstreiter trugen ebenfalls ein Plus in Höhe von 3.035 Meter in den Spielbericht ein. Aufgrund einiger Ausfälle musste Alex die Gummigruppen neu durchmischen, anscheinend hatte er ein glückliches Händchen, da beide Gruppen ebenfalls kein Erbarmen mit den Gästen zeigte. Der ersten Gummigruppe gelang es sogar, einen 3 Wurf Rückstand noch in einen 3.014 Meter Sieg umzumünzen, da Daueroptimist Fiedi seine Jungs immer wieder anspornte. Die zweite Gummigruppe wurde hervorragend von Timo Backer angeführt, der seinen Jugendlichen Mitstreitern wertvolle Tipps gab. Marian Jahnke und Nils Klose hörten genau zu und hatten großen Anteil daran, das auch die zweite Gummigruppe mit 5 Schööt das Parkett verlassen durfte. Sagenhafte 22.067 Meter bedeuten leider auch nur zwei Punkte, doch das Wurfverhältnis wurde noch einmal kräftig aufpoliert.

Nur ein Schritt. Es klingt zwar hart, aber mehr bedeutet das Remis in Reepsholt noch nicht. Sportlich gesehen war es gestern ein Riesenerfolg, dem Serienmeister aus dem Südkreis einen Punkt abgeluchst zu haben, doch bis zum Titel ist es noch ein weiter steiniger Weg. Auf den heutigen Artikel im Anzeiger für Harlingerland möchte ich gerne hinweisen. Unser Vereinsmitglied Hinrich Braams hat seit Wochen Ahnenforschung betrieben und dabei festgestellt, das Westeraccum bereits seit 46 Jahren in den überregionalen Klassen aktiv ist, davon 30 Jahre in der höchsten Liga. Da würde einem ein zweiter Titelgewinn doch gut zu Gesicht stehen, doch dafür muss man Sonntag für Sonntag seine Hausaufgaben machen. Den Punktgewinn haben unsere Jungs einer grandios aufwerfenden zweiten Holzgruppe zu verdanken, die dem Gastgeber satte 5.093 Meter einschenkte. Hier zeichnete sich insbesondere Kevin Krey aus, der keinen Fehlwurf zu verzeichnen hatte. Schade, das sich kurz vor Schluss noch unser Leader Karsten Biermann verletzte und seiner ersten Gummigruppe nicht mehr helfen konnte. Wir alle wünschen baldige Genesung, damit unser Zug nicht ins Stocken kommt. Sonntag stellt sich Leegmoor in Accum vor und brennt darauf, die unglückliche Heimniederlage wettzumachen. Wer in dieser Endphase der Meisterschaft einen Gegner unterschätzt, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Volle Konzentration und Respekt vor jedem Gegner sind ab sofort einzufordern und eine professionelle Einstellung zum Wettkampftag. Denkt daran, was euch Ihne Djuren schon beim letzten Frühstück mitgegeben hat: “Denkt immer daran, das Zelt muss wieder in Accum stehen.”
Weiterhin viel Erfolg .

Westeraccum bleibt auf Kurs

LANDESLIGA MÄNNER I Remis sichert Tabellenführung

Im Spitzenduell der Landesliga Männer I teilten sich Reepsholt (Manuel Feddermann, links) und Westeraccum (Kevin Krey, rechts) die Punkte. BILD: JOCHEN SCHRIEVERS

Im Spitzenduell der Landesliga Männer I teilten sich Reepsholt (Manuel Feddermann, links) und Westeraccum (Kevin Krey, rechts) die Punkte. BILD: JOCHEN SCHRIEVERS

REEPSHOLT/HWI – Die Körpersprache eines Sportlers ist ein wichtiger Indikaktor für den erfolgreichen oder schlechten Ausgang eines Wettstreits. Als Accums Kapitän Kevin Krey auf die Zielgerade der Frieslandstraße einbog, war schon von Weitem an seinem aufrechten Gang und strahlenden Lächeln zu erkennen, dass es um ihn und seine Truppe gut bestellt sein musste. Im Spitzenkampf der Boßel- Landesliga der Männer I in Reepsholt sorgte die von ihm geführte zweite Holzgruppe fast im Alleingang dafür, dass die Tabellenführung verteidigt wurde. Durch das verdiente 5:5-Remis ist der zweite Landesmeistertitel binnen zwei Jahren nun zum Greifen nahe.

Das Bild, das sein Gegenüber Matthias Rahmann ablieferte, bot genau das Gegenteil. Mit hängenden Schultern und versteinerter Miene schlich der Reepsholter dem Ziel entgegen. Er wusste nur zu genau, dass sowohl seine eigene Leistung, als auch die seiner beiden Holzgruppen zu dürftig war, um den erhofften Heimsieg einzufahren und damit die anvisierte Tabellenführung zurückzuerobern. „Wenn beide Holzgruppen in einem Spitzenkampf 13er Runden abliefern, dann ist es nahezu unmöglich, diesen erfolgreich zu bestreiten. Wir können von Glück sagen, dass wenigstens Sebastian Gerdes in der zweiten Holz Normalform brachte, sonst hätte es wohl noch ein größeres Debakel für uns gegeben“, zeigte sich der Reepsholter Teamchef enttäuscht. Dabei hätten „Ostfreeslands“ Gummigruppen das Blatt kurz vor Ende der Partie fast noch gewendet, als Wilko Rahmann, Uwe Köster und Ralf Rocker mit ihren Schlusswürfen ihr ganzes Können demonstrierten und der schon fast sicher geglaubte Auswärtssieg der Accumer noch einmal gefährlich ins Wanken geriet. Aber ausgerechnet dem ansonsten stark aufwerfenden Ihno Gerdes misslang sein letzter Versuch, sodass es mit einem Happy- End aus Reepsholter Sicht nichts wurde. Das Team um Kevin Krey und Jürgen Sassen bewies dabei erneut eine Qualität, die im Meisterschaftsrennen von entscheidender Bedeutung ist. Es behält in engen Partien die Nerven und kommt über eine geschlossene Mannschaftsleistung zum Erfolg.

Mit Accum ist dem Serienmeister ein ebenbürtiger Konkurrent im Kampf um die ostfriesische Boßel-Krone herangewachsen, der sich in den vergangenen Jahren nicht nur gut verstärkte, sondern mittlerweile auch über eine schlagkräftige zweite 16er- Mannschaft als Unterbau verfügt. Nicht nur das etwas leichtere Restprogramm spricht dafür, das der Landesmeistertitel dieses Jahr wohl in den Kreisverband Esens geht.

Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 12.02.2018
Anzeiger für Harlingerland Logo

Veröffentlicht unter Presse

Accumer Damenwelt nicht zu bezwingen

HB – In der Klasse Frauen II musste Teamchefin MKB krankheitsbedingt auf Wilma Knak und Hanne Bents verzichten. Die Gastgeber aus Utarp zeigten sich sportlich fair und stimmten einer Verlegung zu. Ein Termin für den Nachholkampf wurde noch nicht vereinbart.

In der Staffel Frauen III/IV mussten unsere Damen (Frauen IV) auf die ortsabwesende Agnes Bierbach verzichten. Ausgerechnet in diesem Moment stellte sich mit Dunum das Spitzenteam dieser Liga in Accum vor. Uwe Caspers hatte seine Ladies sehr gut auf den Gegner eingestellt, so das sich ein Wettkampf auf Augenhöhe entwickelte. Elfriede Caspers, Dörthe Janeczek , Marianne Coordes und eine überragende Gerda Jahnke kämpften wie Löwinnen, so das man nach dem Schlusswurf nur 42 Meter quittieren musste. Da Eversmeer zu Hause unterlag, kann man den Sekt für die Meisterschaftsfeier in der Klasse Frauen IV kaltstellen.

Fritz Janssen und sein Team der Frauen III hatten den ewigen Rivalen aus Middelsbur zum Rendezvous eingeladen. Anne Barfknecht ist leider immer noch angeschlagen und man musste auch noch auf Reinhilde Lottmann verzichten. Daueroptimist Fritz kann so etwas nicht schocken und bot mit Wilma Rosenberg-Oltmanns adäquaten Ersatz auf. Auch in dieser Partie ließ man sich nie aus den Augen, so das es zwangsläufig förmlich auf ein Remis hinauslaufen sollte. Taktmeister Fritz war zufrieden, Middelsbur war zufrieden, da man 23 Meter gewann und Annetraut war zufrieden, da man Nenndorf und Esens auf Distanz halten konnte.

Svenja Klose war schon vor dem Wettkampf gegen Ostbense in bester Stimmung, da sie auf ihre beiden Trainer Eike Janssen und Dennis Dirks zurückgreifen konnte. Ostbense zeigte sich als sehr sperriger Gegner, der in beiden Gruppen sehr gut auf unserer Rennbahn zurecht kam. Zur Wende konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, so das man auf ein Herzschlagfinale hoffen durfte. Und genau so kam es auch. Die Führungen in den einzelnen Gruppen wechselten laufend und kein Team konnte dem anderen ein Bein stellen. Während Accum in der Holzgruppe mit 76 Meter unterlag, war es die Gummigruppe mit einem 19 Meter Sieg, die das Unentschieden retteten. Mit nunmehr 11:13 Punkten steht man auf Platz 4 der Tabelle, nächsten Samstag will man gegen den Tabellenletzten aus Negenmeerten die Verhältnisse wieder gerade rücken.

Aenne Knak fehlte, aber Wiebke Erdmann war erstmals nach Ihrer Blinddarm OP wieder an Bord. Kapitän Tom Caspers wählte folgende Aufstellung: Maja Hinrichs, Hilke Barfknecht, Wiebke Erdmann und Anna Friedrichs im Nachbarschaftsduell gegen Bensersiel. Die Holzgruppe kam gut aus den Startlöchern und nahm gleich volle Fahrt auf. Ein Jahrhundertwurf von Wiebke bei Hillrichs brachte einen doppelten Schöötgewinn ein, der auf eine 3 Wurf Führung ausgebaut werden konnte. Merle Wiemken kam auf der Rücktour zum Einsatz und fügte sich hervorragend ins Mannschaftsgefüge ein. Mit satten 3.067 legte der Caspers Kutter im Hafen an. Die Gummigruppe musste alles geben, um die sehr wurfstarken Gäste im Zaum zu halten. Westeraccum nutze jede kleine Chance, um den Gästen aus dem Würgegriff zu entkommen. Tomke Barfknecht und Janna Buss hatten einen starken Tag erwischt und boten immer wieder Paroli. Auch Bettina Hermes und Tamara Jahnke zeigten sich willensstark, so das die Roten aus Bensersiel nur 97 Meter ihr Eigen nennen durften. Der Gesamtsieg in Höhe von 2.070 Meter bedeutet gleichzeitig den Klassenerhalt, Platz 6 in der Tabelle und ein weiters Jahr Bezirksklasse. Nächsten Samstag geht es zum Tabellenletzten nach Utarp, wo die Trauben trotz des schlechten Tabellenplatzes sehr hoch hängen, Theener kann davon ein Lied singen.

Duell um Rang eins steigt in Reepsholt

LANDESLIGA M I Westeraccum zu Gast
wettkampf der Woche Thorsten Lettau Bild: Joachim albers
REEPSHOLT/WESTERACCUM/HWI – Der kommende Spieltag in der Boßel-Landesliga der Männer I steht ganz im Zeichen des Spitzenduells zwischen Reepsholt und Westeraccum. Gelingt den Esensern ein Sieg auf der Frieslandstraße, wäre dies wohl schon eine Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft.

Dafür müssten sie aber etwas schaffen, was ihnen seit dem Wiederaufstieg in die Königsklasse im Jahr 2014 noch nie gelang. Denn bisher setzte sich „Ostfreesland“ auf heimischer Strecke gegen „Hier up an“ stets durch – in der Regel sogar ziemlich deutlich. Doch diesmal könnte es enger werden, als es dem Gastgeber lieb sein dürfte.

Die Accumer unterlagen in dieser Saison erst zweimal in der Fremde. Ansonsten warfen sie bislang eine starke Saison und entwickelten dabei eine Qualität, die im Titelrennen den Ausschlag geben könnte. Accum konnte zahlreiche enge Wettkämpfe für sich entscheiden und bewies dabei oft enorme Nervenstärke. Trotz häufiger Personalnot aufgrund von Verletzungen oder der berufsbedingten Abwesenheit wichtiger Werfer, gelang es immer wieder, in schon verloren geglaubten Partien den Kopf doch noch aus der Schlinge zu ziehen und so wichtige Punkte einzufahren. Förmlich auf die Spitze trieben sie den Nervenkitzel am vergangenen Spieltag gegen Südarle, als am Ende ganze zwei Meter zum Sieg reichten. Da Reepsholt zeitgleich in Pfalzdorf knapp unterlag, bedeutete dies zugleich die Tabellenführung, die nun nach Möglichkeit verteidigt werden soll.

Doch auch wenn die Mannschaft von Matthias Rahmann in einigen Begegnungen nicht so souverän auftrat, wie das im Vorfeld der Saison vielleicht erwartet wurde, wird sie sich auf heimischen Asphalt die Taktik nicht vom Gegner diktieren lassen und offensiv ans Werk gehen. Sie will nicht nur die bisher makellose Heimbilanz weiter ausbauen, sondern mit einem Sieg den Gast auch in der Tabelle wieder überflügeln, um als Führender in den Saisonendspurt zu gehen. Die Reepsholter wissen, dass mit Accum in den vergangenen Jahren ein ebenbürtiger Konkurrent im Kampf um die ostfriesische Boßel- Krone herangewachsen ist.

Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 08.02.2018
Anzeiger für Harlingerland Logo

Veröffentlicht unter Presse