Jugend überzeugt beim Klootschießer-Cup in Utarp

FRIESENSPORT – Ole Caspers siegt in der Einzelwertung – Bei den Mannschaften gewinnt Südarle III

UTARP. (JES) Klootschießen, Schleuderball und Hollandkugeln – der Friesensport hat weitaus mehr als nur Boßeln auf der Straße zu bieten. Dies wurde am vergangenen Freitag bei der vierten Auflage des NV-Klootschießer-Cups auf der Anlage in Utarp wieder einmal deutlich, als die drei Randsportarten für einen Nachmittag aus dem Schattendasein der Sportart Nummer eins in Ostfriesland traten.

47 Teilnehmer waren gekommen, 39 davon sind noch in der Jugend aktiv. Zahlen, die die Verantwortlichen positiv stimmen und eine Bestätigung dafür sind, dass sich der NV-Klootschießer-Cup im Kreise der Friesensportler mehr und mehr etabliert. Der Reiz dieses jährlichen Kräftemessen liegt darin, dass die Teilnehmer nicht nur ihr Können mit einem Wurfgerät beweisen müssen. Denn am Ende des Tages fließen die Bestleistungen aus allen drei Sportarten in die Wertung ein und bilden ein Gesamtergebnis. Je nach Altersklasse gibt noch es eine Zulage.

Ole Caspers kam mit dem Schleuderball auf eine Weite von 33 Metern. In der Gesamtwertung der Einzelstarter gelang dem Accumer sogar der Tagessieg. BILD: Thomas Breves

So haben jüngere und auch ältere Teilnehmer eine Chance, sich gegen aktive Männer-I-Werfer zu behaupten – wie auch Ole Caspers. Der Werfer der männlichen Jugend B des KBV Westeraccum sicherte sich dank einer Gesamtweite von 197 Metern (57 Meter Kloot, 53 Meter Schleuderball und 87 Meter Hollandkugel) und einer Alterszulage von 80 Metern vor Männer-V-Werfer Gerd Tammen (Wiesedermeer) den Tagessieg in der Einzelwertung. Dritter wurde mit Steffen Mellies (Theener) ebenfalls ein Werfer aus der Jugend B. Jelde Eden kam als Männer-I-Werfer zwar in drei Disziplinen (73 Meter Kloot, 64 Meter Schleuderball und 108 Meter Hollandkugel) jeweils auf die Tageshöchstweite – für ihn reichte es aber ohne Alterszulage nur zu Platz zwölf

Der Sieg in der Mannschaftswertung ging derweil an den KBV Südarle, der mit insgesamt drei Teams angetreten war. Die Siegermannschaft setzte sich mit Fynn Meyerhoff (C-Jugend), Hauke Roolfs (B-Jugend) und Simon Bussmann (A-Jugend) ausschließlich aus Jugendwerfern zusammen und war mit einem Gesamtergebnis von 754 Metern nicht zu schlagen. Dahinter folgte der KBV Westeraccum, der ebenfalls nur mit Jugendwerfern angetreten war, mit einem Ergebnis von 741 Metern. Den dritten Rang belegte der KBV Dietrichsfeld, der am Ende auf 740 Meter kam.

Jenna Heyen (Westeraccum) wusste mit dem Rundschlag zu überzeugen. Bild: Thomas Breves

Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 11.08.2020
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Saisonabschluss ohne große Meisterfeier

BOßELN Die gute Stimmung ließen sich die Mannschaften von den aktuellen Einschränkungen nicht verderben

In Westeraccum gab es für die Frauen I nach dem ersten Titelgewinn seit zehn Jahren eine Party im kleinen Kreis, statt großem Trubel.

VON JOCHEN SCHRIEVERS

WESTERACCUM – Nach dem letzten Spieltag treffen sich alle Mannschaften einer Boßelstaffel beim neuen Meister, um Glückwünsche zu überbringen, Absteiger gebührend zu verabschieden und mit einer großen Party gemeinsam die Saison ausklingen zu lassen. Um diese schöne Tradition werden die ostfriesischen Friesensportler von manch einem Team aus dem oldenburger Landesverband beneidet. In diesem Jahr mussten die Mannschaften auf die großen Meisterfeiern verzichten, so auch die Frauen I des KBV Westeraccum, die sich am letzten Spieltag den Titel in der Bezirksliga sicherten.

Zum Abschluss der überragenden Saison empfing das Team aus dem Kreisverband Esens die Mannschaft aus Schirumer Leegmoor zum direkten Duell um die Meisterschaft. Normalerweise würde so eine Partie für reichlich Trubel auch neben der Strecke sorgen. Ganz auf Käkler und Mäkler mussten die Werferinnen aber auch so nicht verzichten. Werfer aus anderen Mannschaften, Freunde und Familie hatten sich entlang der Strecke aufgestellt – getrennt durch geschmückte Zollstöcke, die als Abstandshalter dienten. Angespornt durch die Fans und mit dem im Laufe der Saison dazugewonnenen Selbstvertrauen, schaffte Westeraccum den Sieg und damit den Titelgewinn. Die erste Meisterschaft der Frauen seit dem ersten Platz in der Bezirksklasse vor zehn Jahren. Es ist ein in Anlass, den sich die Boßlerinnen um Mannschaftsführerin Hilke Barfknecht in den vergangenen Jahren nicht hätten entgehen lassen, um mit den anderen Teams ausgiebig zu feiern. Sie seien überall nett aufgenommen worden und hätten eine Saison mit tollen Gegnerinnen hinter sich, erklärt Barfknecht. Doch statt herzlicher Umarmungen der Kontrahentinnen gab es Gratulationen aus der Distanz. Der Vizemeister aus Leegmoor überreichte dem neuen Titelträger noch ein Präsent und verabschiedete sich kurz darauf wieder in Richtung Heimat.

Wiebke Erdmann und ihre Mannschaftskameradinnen aus Westeraccum haben in der Bezirksliga den Durchmarsch geschafft. BILD: JOCHEN SCHRIEVERS
Wiebke Erdmann und ihre Mannschaftskameradinnen aus Westeraccum haben in der Bezirksliga den Durchmarsch geschafft. BILD: JOCHEN SCHRIEVERS

Zurück blieben Accumerinnen mit ihren Bahnweisern. Doch ganz wollten sie sich die Party nicht nehmen lassen. Im kleinen Rahmen traf sich die Mannschaft zum Grillen. Doch auch ohne den ganz großen Trubel hatten die Boßlerinnen ihren Spaß. „Schöner hätten wir nicht feiern können“, sagt Hilke Barfknecht rückblickend. Sicher wäre eine Meisterfeier im Vereinsheim der krönende Abschluss gewesen, aber so hatten die Accumerinnen Zeit für sich und somit reichlich Gelegenheit, auf den unerwarteten Erfolg und die überragende Saison zurück zu blicken. Im Nachhinein ist Barfknecht sogar ganz froh, dass es so gelaufen ist. Schließlich wäre die Meisterfeier mit viel Improvisation verbunden gewesen. Da vor dem letzten Wettkampf noch nicht feststand, ob die Party in Leegmoor oder Westeraccum stattfinden würde, hätte die Planung teils zweigleisig, teils gemeinsam laufen müssen. „Das hätten wir sicher hinbekommen, aber so war es auch schön“, fasst Barfknecht zusammen. Statt großer Bühne gab es den heimischen Garten. Dort entstand auch das obligatorische Meisterbild – mit Pokal und Mundschutz. Und den einen oder anderen Sekt haben sich die Werferinnen auch gegönnt.

Dass die Feier dennoch zu einem unvergesslichen Abend wurde, lag am starken Team, dass der KBV „Hier up an“ Westeraccum im Laufe der Saison auf die Straße geschickt hat. Die Werferinnen und Bahnweiser sind zu einer Mannschaft zusammen gewachsen, die Siege gemeinsam gefeiert und Niederlagen ebenso gemeinsam weggesteckt hat. Das Team sei zwar eine eingeschworene Truppe, doch für die Neuen war es kein Problem, Anschluss zu finden. „Das ist bei uns ganz einfach“, erläutert Barfknecht. Die Mädels seien eigentlich alle ganz aufgeschlossen und durch Aktivitäten abseits der Strecke sei die Mannschaft schnell zu einer Einheit geworden.

Auch die Probleme auf der Heimstrecke, die im Vorjahr in der Bezirksklasse noch einige Punkte gekostet hatten, waren wie weggeblasen. Eine gute Vorbereitung mit viel Training hat Sicherheit gegeben. Die junge Mannschaft hat in der abgelaufenen Saison einen großen Schritt nach vorne gemacht. Mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 22 Jahren ist die Entwicklung sicherlich noch nicht abgeschlossen.

Zu Übermut und allzu großen Zielen lassen sich die Accumerinnen dennoch nicht hinreißen. „Das ist jetzt alles Bonus“, sagt Barfknecht über die kommende Saison in der Landesliga. Die Klasse halten und am liebsten schon ein paar Spieltage vor Schluss gerettet sein, das sind die Wünsche für die nächste Spielzeit. Doch auch an einem Abstieg würde die Mannschaft nicht zerbrechen, ist sie sich sicher. Zusammen mit ihren Mannschaftskameradinnen freut sie sich auf neue Strecken, neue Gegnerinnen und die Herausforderung in der höchsten Spielklasse.

Auch auf die Meisterfeier am Ende der kommenden Saison freuen sich Accumerinnen – auch wenn die wohl nicht im eigenen Vereinsheim stattfinden wird. „Vor zehn Jahren haben wir die Meisterschaft in der Bezirksklasse gefeiert, jetzt sind wir Meister in der Bezirksliga. Vielleicht klappt es in zehn Jahren ja mit Landesmeisterschaft“, sagt Barfknecht und grinst. Sie weiß, dass ihr junges Team noch viel Zeit hat.

Quelle: Anzeiger für Harlingerland 16.07.2020
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Sponsoring Männliche Jugend B

HB – Wie bereits berichtet, konnte unsere Männliche Jugend B in einem Herzschlagfinale die Kontrahenten aus Eversmeer noch auf der Zielgerade abfangen und den Titel des Kreismeisters erringen.

Jetzt gibt es auch für diese Mannschaft Meister T-Shirts. Ich habe mich mit Jörg Pieper von der Bausparkasse Schwäbisch Hall in Verbindung gesetzt und umgehend eine Zusage erhalten.

Vielen vielen Dank.

Landesliga Frauen I – Accum ist dabei

HB – Während Müggenkrug und Ostermarsch die höchste Spielklasse verlassen müssen, dürfen sich die blutjungen Teams aus Schirumer-Leegmoor und Westeraccum jetzt Landesligisten nennen.

Der KBV „Hier up an“ Westeraccum wurde als Aufsteiger in die Bezirksliga mit 27:9 Punkten verdient Meister vor Schirumer-Leegmoor ( 23:13 Punkte). In der laufenden Saison konnte
man zu Hause 8 Wettkämpfe gewinnen und verlor nur am 6. Spieltag gegen Wiesederfehn, die Platz 3 in der Abschlußtabelle belegten. Überragend war auch die Ausbeute auf fremden Terrain , mit 11:7 Punkten war man hier auf Position 1 zu finden.

Die Meistermannschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Holzgruppe

Coach Thomas Erdmann

Maja Hinrichs
Hilke Barfknecht
Tomke Barfknecht
Wiebke Erdmann
Anna Friedrichs

Gummigruppe

Coach Karsten Biermann

Nantje Barth
Janna Buss
Kim Biermann
Merle Wiemken
Aenne Kleemann
Laura Jahnke

Teamchefin Hilke Barfknecht

Der letzte Wettkampf der Saison , der über die Meisterschaft entscheiden musste, wurde heute Nachmittag im strömenden Regen auf der Butenhusener Straße ausgetragen . Viele Käkler und Mäkler beider Teams hatten sich zum „Final Countdown“ eingefunden, erfreulicherweise wurde nach den Vorgaben des FKV die Sicherheitsabstände eingehalten, was man auf den folgenden Fotos ( Zollstock) erkennen kann.

Beide Mannschaften traten in Bestbesetzung an und wollten bereits beim Anwurf ein Zeichen setzen. Schnell konnten die Insider erkennen, das beide Teams in etwa gleich stark waren und wahrscheinlich die individuelle Klasse oder kleine Nuancen ( Fehlwürfe) über Sieg und Niederlage entscheiden würden.

Beide Teams kamen gut aus den Startlöchern und ließen sich lange Zeit nicht aus den Augen, so das die Partie hin und her wog. Kleine Führungspositionen wurden umgehend gekontert , ehe Westeraccum in der Gummigruppe durch eine heute überragende Nantje Barth erstmals in Führung gehen konnte. Leegmoor ließ kurz vor der Wende zweimal nacheinander die Chance liegen, auszugleichen. Dann zündete Laura Jahnke auf dem runden Teilstück eine Granate und brachte Accum wieder in Führung , Janna Buss, Merle Wiemken und Nantje Barth zogen nach, so das Accum hinter der Kurve von Schooli den zweiten Schööt  erringen konnte. Dieses Ergebnis wurde souverän und clever verwaltet, so das zum Schluß 1.048 Meter in die Annalen eingingen. Mittlerweile hatten auch  die Damen der Holzabteilung in die richtige Spur gefunden und setzten den Gegner schwer unter Druck. Kim Biermann konnte ebenfalls hinter Schoolis Kurve den zweiten Wurfgewinn erzielen. Bei Hillrichs hätte die Partie kippen können, als Julia Heiken aus Leegmoor einen Traumwurf  auspackte und Accum mächtig in Bedrängnis brachte, doch ihre Teamkolleginnen versenkten drei Wurf nacheinander, so dass auch hier die Partie gelaufen war. Tomke Barfknecht war es vorbehalten, mit ihrem Schlußwurf einen Sieg in Höhe von 2.027 Meter zu manifestieren, Gesamt also 3.075 Meter. Grenzenloser Jubel brandete auf und alle Ladies ließen ihren Gefühlen freien Lauf. Mein Gott, wäre das eine Siegesfeier geworden, hätte uns nicht das Corona Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Der KBV Westeraccum ist zur neuen Saison jetzt 4 x in der Landesliga sowie 1 x in der Regionalliga vertreten; ein Traumergebnis für einen kleinen Dorfverein. Harald „Pimpf“ Becker meinte, das jetzt nur noch die Frauen ll nachziehen müssten, eine sehr gute Aussage, da unsere Damen jederzeit das Potential für die Liga hätten.

Mit dem heutigen Titelgewinn konnte unser KBV bereits die 6.  Meisterschaft in dieser Saison sicherstellen. – Frauen IV, Männer V , Männliche Jugend D und B sowie Männer lll Landesliga, des weiteren kann man sich noch über 3 Vizemeisterschaften  freuen.

Wir müssen jetzt die weitere Entwicklung in der Corona Pandemie abwarten, aber es gibt schon einige Überlegungen, das der ganze Verein mit seinen Mannschaften  incl. Anhang, Käklern und Mäklern eine riesengroße Partie feiern will.