Aufstiegsparty schon im Februar

FRIESENSPORT – Sowohl Blomberg als auch Westeraccum können am Samstag alles klar machen

Beide Teams müssen im Kreisverband Friedeburg antreten. Die anstehenden Aufgaben haben es in sich.

ETZEL/BLOMBERG. (hwi) Während in den meisten überregionalen Boßel-Ligen die Entscheidungen über Titel, Auf- und Abstieg noch ausstehen, sieht es bei den Frauen I anders aus. In der Bezirksliga und der Bezirksklasse können schon am Samstag zumindest die ersten Aufsteiger ermittelt werden.

Besonders vielversprechend sieht es für zwei Vertreter aus dem Kreisverband Esens aus, die am Samstag schon die Zugehörigkeit zu einer neuen Liga feiern können. Während Westeraccum den Sprung in die Landesliga perfekt machen kann, geht es für Blomberg darum, sich den Weg in die Bezirksliga zu ebnen. Beide Mannschaften haben allerdings im Kreisverband Friedeburg schwere Auswärtsaufgaben zu lösen, die es in sich haben – zumindest auf dem Papier.

Für Kim Biermann kann es mit Westeraccum sogar in die Landesliga gehen. BILD: Jochen Schrievers

Blomberg reist nach Etzel und trifft dort auf eine der jüngsten Mannschaften der Bezirksklasse, die selbst lange aussichtsreich im Aufstiegsrennen unterwegs war. Vielleicht ist es der fehlenden Routine geschuldet, dass das vom Reepsholter Detlef Gerjets betreute Team die guten Leistungen aus der Hinrunde in den vergangenen Wochen nicht immer bestätigen konnte. Vor allem auf heimischem Asphalt setzte es zuletzt vermeidbare Niederlagen. Erfahrung und Routine besitzt der Gegner hingegen ausreichend. Schließlich darf sich der große Teil der Blomberger Truppe damit schmücken, vor nicht allzu langer Zeit Landesmeister geworden zu sein – damals allerdings noch in den Farben von Dietrichsfeld. Inzwischen haben diese Boßlerinnen eine neue sportliche Heimat gefunden und fühlen sich in Blomberg pudelwohl. Das zeigt sich immer wieder in den guten Leistungen. Es ist also davon auszugehen, dass „Frei weg“ die Nerven im Griff haben wird und auch auf der Etzeler Dorfstraße seiner Favoritenrolle gerecht werden kann, um den nächsten Schritt zu machen und den Sprung in die Bezirksliga zu schaffen.

Ebenfalls feiern wollen am Samstag die Frauen aus Westeraccum. Gelingt es der Mannschaft um Hilke Barfknecht, die schwere Auswärtshürde in Wiesederfehn zu meistern, wäre die Rückkehr in die Eliteklasse der Frauen I perfekt. Letztmalig gehörten die Esenserinnen im Jahr 2004 der Landesliga an. Die aktuellen Werferinnen von „Hier up an“ waren damals noch gar nicht auf der Welt. Allerdings ist es auf der Hopelser Straße nicht einfach, an die Punkte zu gelangen. Das Team um Petra Aden kann an guten Tagen jedem Gegner Schwierigkeiten bereiten und hat als Drittplatzierter sogar selbst noch Chancen, ins Aufstiegsrennen einzugreifen. Drei Punkte Rückstand auf die Mannschaft aus Leegmoor sind zu diesem Zeitpunkt der Saison zwar eine ganze Menge, aber durchaus aufholbar. Für reichlich Spannung ist am Samstag jedenfalls sowohl in Etzel als auch in Wiesederfehn gesorgt. Und die Teams aus dem Kreisverband Esens haben sicherlich nichts dagegen, zwei Aufstiegspartys auf Friedeburger Boden zu beginnen. Zeit, um ausgiebig zu feiern, bleibt ja anschließend noch genug. Immerhin dauert es noch einen Monat, ehe die Saison 2019/20 zu Ende geht.

Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 20.02.2020
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D-Jugend Kreismeister

HB – Die männliche Jugend D ist vorzeitig Kreismeister in dieser Saison mit 19:1 Punkten und einem Wurfkonto von 65:0 .

Betreuer: Thorsten Caspers, Helmut Heien , auf dem Foto fehlt Stefan Beewen

Von links: Till Caspers, Robin Beewen, Jonah und Hannes Müller, Jarik Hinrichs

Sturmtief „Fritz“ wütete in Westeraccum

HB – Auch wenn Holger Wilken vom „Anzeiger für Harlingerland“ den Wettkampf Leerhafe gegen Südarle ( Männer l Liga ) als Wettkampf der Woche pressemäßig veröffentlichte, 
fand der Wettkampf der Woche nach Meinung vieler Experten in der Klasse Männer lll Liga in Westeraccum statt. Hier trafen der Tabellenführer und sein direkter Verfolger Dietrichsfeld aufeinander, ein Duell, das im Vorfeld für viel Gesprächsstoff sorgte.

Dietrichsfeld musste in ihrer starken Gummigruppe auf Helmut Rocker verzichten und wagte beim Anwurf ein Experiment. In den Vorjahren trat immer Helmut Menssen beim Startwurf an und war direkter Kontrahent von Bernd Haseborg. Während Barny die Kugel bis nach unten an der kleinen Holzbrücke vorbei zelebrierte, missglückte dem Dietrichsfelder Michael Stephan sein Anwurf und Helmut Freudenberg musste schon sein ganzes Können aufbieten, um den Schöötgewinn für Accum zu verhindern. 
Obwohl Accum mit den Würfen zwei und drei Nieten vorzuweisen hatte, hielt man den Gegner durch einen starken Auftritt in Schach, so dass bei Meene Schmidt der erste Wurf bejubelt werden durfte. Es war ein Wettkampf auf sehr hohem Niveau und nach einem genialen Bockwurf auf dem runden Ende schaffte Hartmut Burmeister den zweiten Wurfgewinn. Man wollte unbedingt mit einer Führung die Wendemarke überqueren und hatte das entsprechende Quäntchen Glück, als dem Werfer aus Dietrichsfeld vor der letzten Kurve in Dornumersiel ein Fehlwurf unterlief. Auf der Rücktour war es dem eingewechselten BO Bents vergönnt,  mit einem kerzengeraden Kantenwurf den dritten Schööt zu erringen. Jeder Angriff der Auricher wurde abgewehrt und man konnte kurz vor Schluss durch den überragenden „Hulk“ Königshoff sogar auf 4 Wurf erhöhen. Das hatte es in der Historie dieser beiden Gummigruppen noch nicht gegeben, da sie sich in den Vorjahren immer auf Augenhöhe begegneten , zum Schluß durften die Hausherren über 3.127 Meter jubeln ( 10.2 Runden)
In der Holzgruppe experimentierten die Accumer beim Anwurf und ließen Hinrich Goldenstein den Vortritt, der bereits in Willen mit einer Rakete gestartet war. Ein normaler Anwurf brachte eine kleine Führung, die Manfred Janssen mit einem Zauberwurf ausbauen konnte. Während die beiden Erstgenannten und Manfred Sassen
gute Leistungen auf die Straße brachten, war Fritz Janssen heute außer Rand und Band. Bereits sein erster Wurf durfte mit knapp 300 Meter bemessen werden und weitere überdimensionale Würfe folgten. Westeraccum war in der Holzgruppe über  4 Werfer gesehen das Team, das mehr Power hatte und auch zur Wende mit knapp 3 Wurf führte. Das Sturmtief Sabine behinderte die Werfer naturgemäß ein wenig, doch Sabine hatte bis zum Schluss noch nicht ihre Backen komplett aufgepustet. Der Regengott meinte es heute auch gut mit uns und verschonte uns endlich einmal. Mit einem starken Schlußwurf konnte Hinrich Goldenstein den genialen Wurf des Dietrichsfelders Helmut Janssen kontern und somit 4.026 Meter sicherstellen ( 11.0 Runden),  mit einem Gesamtergebnis von 8.003 Meter vergrößerte man den Abstand auf Dietrichsfeld auf 4  Punkte und auf Pfalzdorf auf 6 Punkte. Das ist aber nur eine Momentaufnahme, die überhaupt keine Bedeutung hat , denn schon nächsten Sonntag hat man beim amtierenden Meister in Pfalzdorf anzutreten.

Männer V setzen ein Ausrufezeichen

HB – Gestern musste unsere Männer V 2. Mannschaft zu Hause gegen Willen , die in letzter Zeit durch einige spektakuläre Ergebnisse auf sich aufmerksam gemacht hatten, ihr wahres Leistungsvermögen demonstrieren. Außerdem war man gewillt, die unglückliche Niederlage gegen Burhafe aus den Köpfen zu streichen.
Westeraccum muss immer noch auf den verletzten Werfer Harm Sandameer verzichten. Aber es gab auch positives zu berichten, erstmalig in dieser Saison konnte unser Neuzugang Siegfried Haida aktiv ins Wettkampfgeschehen eingreifen.

Vorab gesagt, die ganze Mannschaft um Theo Bierbach hatte einen Sahnetag erwischt und ließ den völlig überforderten Gästen aus dem KV Wittmund nicht den Hauch einer Chance. Kontinuierlich wurde der Vorsprung ausgebaut und zum Schluss konnten sensationelle 8.090 Wurf in den Spielbericht eingetragen werden. Durch diesen Sieg ist auch unsere Zweite wieder im Meisterschaftsrennen.

Rechnen, zittern und dann jubeln

BOSSELN – Kader für die EM steht – Viel Bewegung im Klassement nach sechstem Werfen der Championstour

von Jochen Schrievers

ETZEL. Die Plätze im kleinen Saal des Dorfkrugs Etzel sind restlos besetzt. Etwa 70 Personen hatte FKV-Boßelfachwart Alwin Jurisch für die EM-Kadernominierung angemeldet, gekommen sind mehr als 100. Werfer, Bahnweiser, Käkler und Mäkler warteten gespannt, wen Jurisch am Ende aufrufen wird. Einigen Boßlern ist die Nervosität deutlich anzusehen. Die meisten haben nur einen ungefähren Überblick, wie die sechste Etappe der Championstour verlaufen ist und mit wie vielen Punkten sie selbst rechnen dürfen. Gerade bei den Männern lagen noch einige Boßler in Reichweite der EM-Plätze, sodass sie schon bei der Bekanntgabe der Tageswertung fieberhaft versuchten, ihre Position im Gesamtklassement abzuschätzen.

Doch das gelang nur teilweise, denn die Tagesresultate haben die Gesamtwertung noch einmal kräftig durcheinander gewirbelt. Den Tagessieg bei den Männern sicherte sich einmal mehr Ralf Look aus Großheide. Doch schon direkt dahinter fanden sich einige Werfer wieder, die bislang nicht zu den besten Punktesammlern gehörten. Zweiter wurde Martin Siebolds aus Burhafe vor Kai Stoffers aus Waddens und Benjamin Buß aus Spekendorf. Spätestens nachdem diese Namen verlesen wurden, gaben viele das Rechnen auf und hofften nur noch, dass es irgendwie gereicht hat. Und zumindest für Martin Siebolds hat es gereicht – er schob sich vom 19. auf den zehnten Platz vor und darf ebenso mitfahren wie sein Bruder Stefan, der auf Rang elf liegt. Die beiden Burhafer stellen jedoch nicht das einzige Brüderpaar. Auch Stefan und Manuel Runge aus Kreuzmoor werden im Mai das Trikot des FKV tragen.

In der Jugend bleibt Hanna Eilts aus Uttel nichts anderes übrig, als ihrer Schwester Fenja bei der EM die Daumen zu drücken. Trotz ihres dritten Rangs in der Tageswertung verpasste sie den Sprung in den Kader knapp. Einen weiteren Familienausflug können dagegen die Jahnkes aus Westeraccum planen. Marian Jahnke wird im Feld der männlichen Jugend werfen, seine Cousine Laura ist bei der weiblichen Jugend dabei.

Im Feld der Frauen sorgte Jana Schonvogel (Schweinebrück) für klare Verhältnisse. Als Siebte musste sie um ihre Fahrkarte zittern, trumpfte aber im entscheidenden Durchgang groß auf. Sie wurde Tagessiegerin und räumte die letzten Zweifel aus. Anneke Peters (Dietrichsfeld) Ann-Christin Peters (Ardorf) und Petra Aden (Wiesederfehn), die nach fünf Etappen in Lauerstellung lagen, verpassten hingegen ihre Chance. Sie blieben am Samstag ohne Punkte.

Alwin Jurisch gab in Etzel aber nicht nur die Werfer bekannt, die im Mai dabei sind. Auch das Funktionärs- bzw. Betreuerteam steht fest. Er selbst wird sich mit seinem Sohn Daniel um die Männer und die männliche Jugend kümmern. Für die Frauen und die weibliche Jugend sind Inka Eilts und Edeltraut Wiets-Frerichs zuständig.

Bevor die Boßler des FKV am Sonntag, 24. Mai, auf der Straße Süderhastedt nach Großenrade um die Medaillen kämpfen, wartet auf die Friesensportler noch viel Arbeit. Denn mit der Nominierung für den Kader wurde erst die entscheidende Trainingsphase eingeläutet. Um gegen die Konkurrenz aus Irland, Italien, den Niederlanden und dem gastgebenden Verband aus Schleswig-Holstein zu bestehen, muss jeder einzelne auch weiterhin hart an sich feilen.

Mehr Infos unter www.fkv-online.de

Gesamtwertung:

Männliche Jugend
1. Jan-Ole Emken, Dietrichsfeld 59
2. Marian Jahnke, Westeraccum 50
3. Hendrik Schoolmann, Willmsfeld 43
4. Hendrik Bohlen, Sch.-Leegmoor 42
5. Thore Bruns, Waddens 39

Weibliche Jugend
1. Imke Hiljegerdes, Halsbek 61
2. Laura Jahnke, Westeraccum 50
3. Jana Idema, Kreuzmoor 46
4. Fenja Eilts, Uttel 44

Tageswertung:
mJ: 2. Marian Jahnke, Westeraccum 1967/12
wJ: 2. Laura Jahnke, Westeraccum 1292/12
F: 10. Nantje Barth, Westeraccum 1267/3

Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 03.02.2020
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